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WingTsun-Welt Online

Porträt Thorsten Elge

Sifu Thorsten Elge

5. Meistergrad


Schule(n) in: Hennigsdorf, Oranienburg, Falkensee

Schulleiter seit: 1999

 

Motto:

WingTsun ist für mich die Entwicklung/Verbesserung der eigenen Persönlichkeit.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Als ich noch in die Grundschule ging, gab es die Fernsehserie „Kung Fu“ und später, 1975, kam die Comic-Serie „Kung Fu“ heraus. Diese erweckten ein starkes Interesse bei mir, Kung Fu zu erlernen. In den Comics gab es dann im Mittelteil auch Berichte über Bruce Lee. So erfuhr ich, dass Bruce Lee WingTsun gelernt hatte. Irgendwann wurde dann über den heutigen Großmeister Keith R. Kernspecht berichtet, der WingTsun in Deutschland unterrichtete.
Mein Vater erlaubte mir und meinem Bruder jedoch zunächst (1976) „nur“ die Mitgliedschaft in einem Judo-Verein. So kaufte und lieh ich mir Bücher über Selbstverteidigung, Kampfkunst und Kampfsportarten. Auch das „Wing Tsun Kuen“, dessen deutsche Ausgabe damals noch in zwei kartonierten Bänden verkauft wurde, ließ ich mir schicken.
In allen Kampfkunstschulen bzw. Kampfsportvereinen, die mir interessant erschienen, absolvierte ich ein Probetraining oder besuchte diese und unterhielt mich mit den Lehrern.
Beeindruckt hat mich damals auch der thailändische Meister Sunthus Supasturpong. Was er machte, war wirklich spektakulär – sehr akrobatisch. Aber nach einer WingTsun-Einführungsveranstaltung Ende 1981 in Berlin, wusste ich, dass WingTsun passender für mich wäre. Schon damals war ich der Meinung, dass WingTsun das wirkungsvollste Kampfkunstsystem zur Selbstverteidigung ist.

Warum machst du immer noch WingTsun?

WingTsun macht mir riesigen Spaß und bereichert mein Leben.
Neulich fragte mich ein Schüler, ob es auch Tage gäbe, an denen ich gern aufhören würde oder keine Lust habe. Da ist mir noch einmal richtig bewusst geworden, wie privilegiert ich bin, WingTsun-Lehrer zu sein; denn dadurch verbringe ich viel Zeit mit dem, was ich gern mache, und das mit Menschen, mit denen ich gern zusammen bin. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass ich in diesem Leben damit aufhöre.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Ich habe ständig tolle WingTsun-Erlebnisse, sowohl beim Unterrichten als auch beim Lernen. Bei diesen zahlreichen Highlights fällt es wirklich schwer, nur eines als herausragend zu nennen.
Ein großes Highlight in diesem Jahr war auf jeden Fall die Ernennung von DaiSifu Thomas Schrön zum Großmeister auf der 40-Jahr-Feier der EWTO in Hockenheim und der anschließende WingTsun-Lehrgang in Hennigsdorf mit GM Oliver König und GM Thomas Schrön.

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Beide Graduierungen waren Meilensteine in meinem Leben. Der Schritt vom Schüler zum ersten Lehrergrad (1. HG) war zum damaligen Zeitpunkt mindestens genauso wichtig, wie 2012 der als Vollprofi die Ernennung zum Meister zu erhalten.