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WingTsun-Welt Online

Porträt Rudi Vaneetvelde

Rudi Vaneetvelde

5. Meistergrad


Schule(n) in: Namur (B)

Schulleiter seit: 2001

 

Motto:

Ganz gleich, mit welchen Herausforderungen du konfrontiert bist, du kannst sie alle meistern.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Damals war mein körperlich überlegener Boxtrainer in meinen Augen unbesiegbar. Letztlich hat er alle Boxstile praktiziert: Muay Thai, Kickboxen und Boxen. Egal, wie hart ich trainierte und wie oft ich an meine körperlichen Grenzen ging, er blieb immer schneller, stärker und hartnäckiger.
Ich war mir sicher, dass es eine Kampfkunst geben musste, die körperlich durchschnittliche Menschen in die Lage versetzt, sich gegen diese „Athleten“ zu behaupten.
Eines Tages forderte dieser Boxtrainer einen älteren WT-ler heraus. Der WT-Kämpfer siegte.
Das war die Kampfkunst, die ich seit jeher gesucht hatte. Hier entstand meine Liebe für diese faszinierende Kampfkunst und begleitet mich seitdem. Über WT entdeckte ich auch Escrima, ein System, das ich ebenfalls praktiziere und in gleichem Maße schätze.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Dieser unstillbare Durst, dieser Lernwille und die Bereitschaft, über meine Grenzen hinauszugehen, sind bis heute unverändert.
In unserer EWTO gibt es herausragende Meister, die uns immer bis ans Limit treiben und dabei unsere noch so kleinen Fehler identifizieren, damit wir vorankommen und uns selbst besiegen. Natürlich werden wir dadurch bessere Kämpfern, aber vor allem bessere Menschen. Ich möchte mich bei ihnen bedanken für das, was sie aus mir gemacht haben – kampfkunsttechnisch und menschlich. Ich brauche sie nicht beim Namen zu nennen. Sie werden sich erkennen und wissen, wie sehr ich sie schätze. Hoffentlich werde ich noch lange von euch lernen.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Ich bewege mich (Schritte, Schläge, Biegungen etc.), wie ich es vor 20 Jahren für unmöglich gehalten hätte. Das ist einfach der Wahnsinn!

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Tja, unheimlich viele Trainingsstunden; Selbstkritik, um besser zu werden; viele Unterrichtsstunden. Aber auch Hunderte von Kilometern mit dem Auto und ein paar graue Haare.
Fazit: ein wunderbares Erlebnis!