uk union flagDas Magazin der EWTO
WingTsun-Welt Online

Porträt Marc Schulin

Sifu Marc Schulin

5. Meistergrad


Schule(n) in: Augsburg u.a.

Schulleiter seit: 2003

 

Motto:

WingTsun bedeutet für mich bei weitem mehr als „nur“ Selbstverteidigung: mit Sicherheit auch Persönlichkeitsentwicklung und Freiheit.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Als 14-jähriger besuchte ich unser Hallenbad mit zwei weiteren Freunden. Als dann eine Gruppe von älteren Jungen (zwischen 15 und 17 Jahre) auf uns zukam, erlebte ich meine erste Situation mit dem „Ritualverhalten“. Einer kam auf einen meiner Freunde zu und provozierte verbal. Nachdem mein zweiter Freund verbal dagegenhielt, folgte sofort eine saftige Ohrfeige. Geschockt von der Brutalität, schritt ich ein und versprach mit einem Telefonat die Überlegenheit durch eigene Freunde auszugleichen. Das Problem war, als diese Androhung vorerst half, dass ich keinen meiner Freunde erreichen konnte (damals gab es noch keine Handys). Der Rest lief so ab, dass wir sehr viel Glück hatten, ohne Verletzungen herauszukommen. Dies war für mich das Schlüsselerlebnis, mich selbst verteidigen zu wollen, weil ich nie wieder unvorbereitet in solch eine Situation kommen wollte.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Heute sehe ich für mich nicht nur die Selbstverteidigung im Vordergrund. WingTsun bietet weit mehr – z.B. habe ich viele Ansätze zur Persönlichkeitsentwicklung entdeckt. WingTsun half mir, meine Mitte und mich selbst zu finden. Allein dafür sehe ich es als meine Lebensaufgabe an, anderen Menschen mit meinem Wissen zu helfen und sie zu unterstützen.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

In den über 20 EWTO-Jahren kamen so einige Erlebnisse zusammen. Das Herausragende war mit Sicherheit der erste Besuch auf Schloss Langenzell und meine Zeit als „Pauschalschüler“ dort. Die intensive Ausbildung mit den Meistern und die historische Atmosphäre waren absolut atemraubend.

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Als ich schon einige Zeit trainierte, setzte ich mir das Ziel auf jeden Fall einmal den 1. HG zu bestehen. Es war eines meiner wichtigsten Ziele, für das ich sehr viel Energie aufwandte. Mit der Zeit folgte der 2. HG...der 3. HG und der 4. HG. Alles waren wichtige Ziele für mich. In dieser Zeit entwickelte sich ein absoluter Traum – der Traum vom 5. Meistergrad WingTsun!
Der Weg auf den 5. MG war eine meiner längsten und auch aufregendsten WingTsun-Erfahrungen. Neben dem Unterricht bei meinem SiFu GM Prof. Dr. Keith R. Kernspecht in Kiel, folgten auch einige weitere wichtige Orte, wie Wien, Livorno, Heidelberg, Ulm und auch Berlin mit GM Dr. Oliver König, GM Giuseppe Schembri, DaiSifu Andreas Groß, GM Thomas Schrön, DaiSifu Peter Thietje, Sifu Bodo Seibold und alle meine Trainingsfreunde.