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WingTsun-Welt Online

Porträt Hubert Werner

Sifu Hubert Werner

5. Meistergrad


Schule(n) in: Aachen West, Aachen Mitte, Eschweiler

Schulleiter seit: 1998

 

Motto:

WingTsun ist für mich die beste Kampfkunst, die ich mit 50 Jahren immer noch sehr gut ausüben kann, ohne dass ich gegenüber jüngeren WingTsun-Studenten irgendwelche Nachteile habe. Ich bin davon überzeugt, dass ich WingTsun gegen andere Kampfkünste/Kampfsportarten mit Erfolg wenn nötig einsetzen könnte, ohne dabei zu vergessen, dass es in anderen Kampf-Stilen natürlich auch sehr gute Kämpfer gibt.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Ich fing mit 22 Jahren im September 1987 bei Salih Avci mit WingTsun an. Ich war damals ein großer Fan von Bruce Lee. Ich bewundere ihn heute noch immer.. Ich hatte seit meinem 10. Lebensjahr, etwa 10 Jahre TaeKwonDo trainiert, bei drei verschiedenen Trainern in verschiedenen Vereinen. Während des TaeKwonDo-Studiums lernte ich auch Grundlagen von HapKido. Des Weiteren im Jahre 1983, im Alter von 17 Jahren, war ich beim Boxen. In den 80er Jahren sowie Anfang der 90er Jahre probierte ich weitere Kampfsportarten aus. Als ich meinen ersten SiHing, er hatte damals den 1. Lehrergrad WingTsun, kennenlernte, hat mich WingTsun, damals auch noch WingTsun-KungFu genannt, zu 100 % überzeugt. Es ist ein Kampfstil, der gegen jeden Angriff eine Lösung hat: ob gegen Tritte, Würfe, Fauststöße oder auch im Bodenkampf, wenn nötig.

Die Bücher von Großmeister Prof. Keith R. Kernspecht erklärten mir dann noch sehr gut die theoretischen Hintergründe. Ich war verliebt in diese für mich geniale Kampfkunst. Ich muss noch dazu sagen, mich haben als Kind Fußball oder andere Sportarten nie sehr interessiert. Ich war schon als Kind begeistert von den Fernsehserien wie „Die Rebellen vom Liang Shan Po“ und natürlich „KungFu Caine“ mit David Carradine. Im Februar 1990 lernte ich meinen SiFu GM K.R. Kernspecht in Aachen bei einem Lehrgang kennen (25.02.1990) Ich hatte das Vergnügen, fünf Minuten mit SiFu persönlich WingTsun-KungFu zu trainieren. Ich war total begeistert und von da an besuchte ich jedes Jahr WingTsun-Lehrgänge von ihm. Es war für mich immer ein besonderes Highlight, wenn SiFu GM Kernspecht einen Lehrgang in Aachen gab. Seit 1994 fahre ich auch regelmäßig nach Heidelberg bzw. die letzten Jahre auch nach Kiel, oder wo auch immer es mir möglich ist, in Deutschland WingTsun-Lehrgänge zu besuchen. Nachdem ich nach ca. 10 Jahren meinen Ex-SiHing Salih Avci verließ, lernte ich regelmäßig bei DaiSifu Rainer Tausend WingTsun sowie die letzten Jahre intensiv bei DaiSifu Thomas Schrön, jetzt Großmeister in der EWTO.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Ich mache immer noch WingTsun, da es mir in meinem Leben immer Halt gab. Es war wie ein roter Faden die letzten 29 Jahre in meinem Leben. Auch wenn ich beruflich oder privat Krisen hatte, das WingTsun-Training (Kung Fu = harte Arbeit oder hart trainieren) hat mir immer geholfen, mich wieder aufzubauen. Auch in meiner WingTsun-Karriere lief nicht immer alles glatt, aber ich habe nie aufgehört zu kämpfen bzw. mein Ziel nie aus den Augen verloren. Mein erstes großes Ziel war 1. Lehrergrad bzw. damals 1. Technikergrad WingTsun, danach war mein Wunsch WingTsun-Meister zu werden. Ich unterrichte seit Anfang der 90 Jahre WingTsun, zuerst bei meinem ersten SiHing Salih Avci als Assistent, später dann nebenberuflich und jetzt seit einigen Jahren hauptberuflich.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Welches mein herausragendes WingTsun Erlebnis war, kann ich gar nicht genau sagen. Es gab viele Etappen auf meinem WingTsun-Weg, wie zum Beispiel als ich WingTsun kennenlernte, dann als ich meinen SiFu GM Kernspecht kennenlernte. Die beiden großen EWTO Feiern „25 Jahre EWTO“ und „40 Jahre EWTO“ waren etwas Besonderes für mich. Als ich Anfang, Mitte der 90er Jahre immer öfter selbst WingTsun unterrichtete, wurde ich immer besser und meine Begeisterung für WingTsun wuchs. Auch war es etwas ganz Besonderes für mich, als ich Anfang April 2002 zum SiFu im WingTsun durch Großmeister Kernspecht in Heidelberg/Wiesenbach ernannt wurde.

Bei meinem 1. HG/1. Lehrergrad im WingTsun im April 1996 war ich glücklich ein schwarzrotes T-Shirt tragen zu dürfen und die dunkle WingTsun-Hose mit roten Streifen, aber mir war damals schon klar, dass das Lernen erst jetzt richtig angefangen hatte.

Als ich im Dezember 2011 bei SiFu in Kiel den letzten Teil für den 5. Meistergrad bestand, war ich sehr stolz. Ich war noch nie so viele Kilometer wie im Jahr 2011 durch Deutschland gereist, um WingTsun zu lernen und immer weiterzuvertiefen. Öfter auch zweimal in der Woche fuhr ich nach Heidelberg zu DaiSifu Thomas Schrön – das Finanzamt hat später nachgefragt, ob ich in Heidelberg einen zweiten Arbeitsplatz oder so ähnlich hätte. Wieder einmal WingTsun-KungFu = harte Arbeit für mich. Und dann endlich ab Juni 2012 durfte ich das rote EWTO-WingTsun-T-Shirt anziehen, „mit Stolz“. Für mich war es ähnlich wie beim Erreichen vom 1. Lehrergrad (HG) WingTsun, aber außerdem hatte ich nun das Gefühl einen Abschnitt im WingTsun beendet zu haben. Intensives Erlernen von SiFu Kernspechts „Modernem WingTsun“.

Jetzt auf den 6. MG geht es weiter mit dem Erlernen von Großmeister Kernspechts „Innerem WingTsun“.