uk union flagDas Magazin der EWTO
WingTsun-Welt Online

Porträt Harald Freytag

Harald Freytag

5. Meistergrad


Unterrichtet in: Wiener Neustadt (A) in der Schule von Peter Zass

 

Motto:

WingTsun bedeutet für mich ständige Weiterentwicklung auf allen Ebenen, nicht nur in punkto Selbstverteidigung.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Als großer Bruce-Lee-Fan begann ich mit WT, weil auch er WingTsun als ersten Stil erlernte, bevor er sein JeetKuneDo entwickelte.

Warum machst du immer noch WingTsun?

… weil es mir immer noch Spaß macht – wie am ersten Tag!
… weil WT in all den Jahren meine Erwartungen – die durchaus groß waren – bei weitem übertroffen hat! Vor allem Dank meines SiFus K.R. Kernspecht, der mir jedes Mal, wenn ich glaube, jetzt alles gesehen und trainiert zu haben und keine Steigerung mehr möglich zu sein scheint, von Jahr zu Jahr beweist, dass WT ein lebendiger Stil ist, der nie stillsteht und sich ständig weiterentwickelt.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Es gibt viele herausragende Erlebnisse in meiner WT Laufbahn, aber eines der prägendsten war, als mir mein SiFu den letzten BartChamDao-Satz in Italien, zu Hause in seinem Vorgarten, zeigte. Damals dachte ich noch: „Jetzt hast du das gesamte System gelernt und musst nur noch durch ständiges Wiederholen die Bewegungen einschleifen.“ Gott sei Dank war dem nicht so – ich hatte nicht mit SiFu gerechnet! Ein Jahr später zeigte er mir eine komplett andere Art, sich zu bewegen und zu trainieren, als ich bis dato kannte. Er hält nicht an Dogmen fest, sondern hinterfragt täglich seine Kunst, um dieser immer wieder ein neues Gesicht zu geben und noch eins draufzusetzen! Natürlich sehen dann viele Bewegungen nicht mehr wie das klassische WT aus, andere Fähigkeiten werden entwickelt, die Sichtweise ändert sich. Aber am wichtigsten: Es ist extrem wirksam!

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Als ich den 1. HG erhielt, war die Freude riesengroß die Schülerprogramme nun abgeschlossen zu haben und von jetzt an die höheren Techniken lernen zu dürfen, in dem Wissen nun auch dazu bereit zu sein.
Als ich den 5. MG erhielt, hatte ich nicht das Gefühl, dass eine Sache abgeschlossen war, sondern mein WT gerade neu erfunden wurde. Ich stand so wieder am Anfang von etwas „Genialem“. Die Prüfung zum 5. MG empfand ich gänzlich anders als alle Prüfungen zuvor. Sifu prüfte nun meine Fähigkeiten und keine Programme oder Techniken. Er wollte sehen, wie ich mich bewege, und meinte: „Kämpfen können allein, ist zu wenig für einen Meister – es muss auch mühelos sein!“. Das änderte mein Verständnis von WingTsun grundlegend. Danke dafür, lieber SiFu!