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WingTsun-Welt Online

Porträt Frank Schiebel

Sifu Frank Schiebel

5. Meistergrad


Schule(n) in: Wentorf bei Hamburg

Schulleiter seit: 2001

 

Motto:

WingTsun: effektive Selbstverteidigung – Körperbewusstsein – Spaß

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Mit WingTsun fing ich 1992 an. Inspiriert von Jackie Chan und Bruce Lee wollten ein Freund und ich unbedingt KungFu lernen und wurden auf eine kleine Anzeige im Wochenblatt aufmerksam. So landeten wir schließlich in der Schule in Hamburg-Bergedorf. Mein Kumpel blieb nur ein halbes Jahr dabei. Mich hatte diese Kampfkunst total fasziniert. Ich war mit 1,90 m zwar groß, aber damals eher ein schmaler Typ, sozusagen muskellos. Trotzdem funktionierten die Techniken auch bei größeren und stärkeren Übungspartnern. Neben der immer besser werdenden Verteidigungsfähigkeit stieg auch mein Selbstbewusstsein. Nach zwei Jahren absolvierte ich meine Prüfung zum Übungsleiter in Heidelberg und durfte danach meine SiHings beim Unterrichten unterstützen.
2001 eröffnete ich meine erste eigene Schule in Bargteheide, dann Ahrensburg. Aufgrund der Entfernung entschloss ich mich schließlich 2010 eine Schule in meinem Wohnort zu eröffnen, was sich als gute Entscheidung erwies. Die Mitgliederzahl wächst stetig weiter und meine Freude am WingTsun-Training und -Unterricht ist ungebrochen.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Schön am WingTsun ist zum einen, dass ich niemals auslernen werde. Es ist stetig im Wandel und hält immer Herausforderungen bereit. Die Graduierung spielt dabei keine Rolle.
Zum anderen sind im Laufe der Zeit einige Freundschaften entstanden und neben meinen Lehrern motivieren mich meine Schüler/-innen stets aufs Neue.
Vielen Dank dafür!

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Die Ernennung zum 5. MG war ohne Zweifel mein herausragendes WT-Erlebnis. In meiner Schule war DaiSifu Piet (Peter Thietje) zu Gast, um einen Prüfungslehrgang zu geben und überreichte mir am Lehrgangsende die Urkunde. Er ließ es sich nicht nehmen, ein paar bewegende Worte dazu zu sagen. War einfach ein super Gefühl!

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

1. HG zu werden, war ein großer Schritt als WT-ler: vom Schüler- zum Lehrergrad. Wenn man unterrichtet, wird man unter Umständen irgendwann zum Sifu ernannt und übernimmt dadurch bereits mehr Verantwortung für seine Schüler als Lehrer und Vorbild. Die Erwartungen an dich als Meister werden noch höher, auch was die Qualität des Unterrichts betrifft, im Vergleich zum 1. HG. Ob nun 1. HG oder 5. MG – eins verändert sich nicht: Ich bin immer noch ein Schüler.