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WingTsun-Welt Online

Porträt Frank Schäfer

Sifu Frank Schäfer

7. Meistergrad


Bachelor in Martial Arts (Uni Derby GB)

Schule(n) in: Amsterdam

Schulleiter seit: 1982

 

Motto:

WingTsun bedeutet für mich lebenslanges Lernen auf einem wesentlichen Gebiet, das mir in den letzten 36 Jahren unendlich viel gegeben hat.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Der primäre Grund war das Sicherheitsbedürfnis, da ich in einer weniger behüteten Umgebung, sozusagen „auf der Straße“, aufgewachsen bin.

Warum machst du immer noch WingTsun?

WingTsun ist und bleibt meine Passion, weil es Spaß macht und wirkt! Die Selbstverteidigung spielt heute für mich selbst keine tragende Motivationsrolle mehr, sehr wohl aber die Selbstentwicklung.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Ganz schwer zu sagen, denn da waren so viele hervorragende Ereignisse.       
Wie z.B. 1982 der Besuch von GM Leung Ting in Kassel, 1986 wurde ich Landestrainer für die Niederlande, die Budogala von 1992, wo Chuck Norris dabei war, 1997 in Hongkong die Feier zum 50. Geburtstag von GM Leung Ting, 2000 in Cape Town der Millenniumswechsel, 2009 die Verleihung des 7. MG in Livorno, 2012 der Beginn des Bachelor-Studiums an der Universität Derby-Buxton gefolgt 2016 von Plovdiv 2016, wo der Magister-Studiengang startete – um nur einige wenige meiner WT-Highlights zu nennen.

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Als ich 1985 meinen 1. HG (damals TG) erhielt, ging eine damals recht verschwiegene und geheimnisvolle Welt für mich auf und ich durfte fortan Teil davon sein. Als ich 1997 meinen 5. MG (damals PG) bestand, waren viele der sogenannten „Geheimnisse“ – nicht zuletzt durchs Internet –bereits öffentlich verfügbar. Einerseits eine faszinierende Entwicklung, andererseits ein Raub von Motivation …

… Warum sich das Unbekannte selbst mühevoll durch Fleiß und Geduld aneignen, wenn YouTube und Co. doch schon alles „frei Haus“ liefern … Natürlich kann ein passives Beobachten keinen Ersatz für einen aktiven Unterricht darstellen, aber es kann sehr leicht ein Scheinwissen vermittelt werden, was kontraproduktiv für den künftigen Trainingseinsatz sein kann. So nach dem Motto: „Ach ja, das kenn‘ ich schon …“