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WingTsun-Welt Online

Porträt Frank Rieker

Sifu Frank Rieker

5. Meistergrad


Schule(n) in: Bisingen

Schulleiter seit: 1994

 

Motto:

Das beste Geschenk, das du jemandem machen kannst, ist deine Zeit, deine Aufmerksamkeit und deine Liebe. Das Äußere erweckt Aufmerksamkeit, doch wahre Faszination entsteht durch den Blick ins Innere eines Menschen; denn die Optik ist zwar öfters eine Eintrittskarte, doch der Charakter entscheidet, ob es eine Dauerkarte wird …

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Schon als Kind wollte ich unbedingt zum Karate oder Judo. Doch war es meinen Eltern finanziell nicht erlaubt, mir diesen Wunsch zu erfüllen. Der Wunsch danach blieb jedoch immer in mir. Als ich meine Lehre als Maschinenbaumechaniker angefangen hatte, kamen wir Lehrlinge auf das Thema Kampfkunst und Selbstverteidigung. Einer der älteren Lehrlinge berichtete über eine große Schlägerei  am Wochenende und dass es da einen Arbeitskollegen in der Firma gäbe, der WingTsun unterrichte. Er würde demnächst dort in seiner Schule ein Probetraining absolvieren, um sich in Selbstverteidigung zu üben. In einem weiteren Gespräch informierte ich mich bei meinem Kollegen darüber, was WingTsun ist. Er fragte mich, ob ich nicht mit ihm zusammen ins Probetraining kommen möchte. Also absolvierte ich das erste Probetraining im WingTsun mit ihm zusammen. Für mich stand danach fest, dass es genau das war, was ich mir all die Jahre vorgestellt hatte und wurde so am 1991 Mitglied in der EWTO.

Warum machst du immer noch WingTsun?

WingTsun hält mich gesund. Die geistige und körperliche Gesundheit wurde in all den vergangenen Jahren immer wichtiger für mich. Das Unterrichten macht mir von Anfang an immer noch sehr viel Spaß. Das Unterrichten mit Schülern zwischen 5 und 60 Jahren bereichert mein Leben ständig. Meine Lehrer verstanden es, die Faszination Kampfkunst für mich über all die  Jahre aufrecht zu erhalten. Langeweile führt oft zum Scheitern, in dem was man macht. In der EWTO gibt es keine Langeweile. Wenn man sieht wie sich die Programme der EWTO über all die Jahre sich den immer neuen Lebenssituationen anpassten, möchte ich mich hier an dieser Stelle bei meinem SiFu GM Kernspecht und der gesamten EWTO dafür bedanken.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Es gibt definitiv gleich drei davon:
Erstens steht da meine Ernennung zum Sifu of WingTsun im Jahre 2003 in Stuttgart. Es war für mich ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Das zweite herausragende Erlebnis für mich war der Internationale Lehrgang der EWTO in Hockenheim 2014 mit meiner Ernennung zum Meister in WingTsun durch meinen SiFu GM Kernspecht vor ca. 500 Zuschauern am Samstagabend bei der Abendveranstaltung im großen Saal der Stadthalle. Das Adrenalin und die Freude darüber hielten sich gefühlt über Monate, was mir bis heute ein immer noch anhaltendes Lächeln ins Gesicht zaubert.
Das dritte gleichgroße WT-Erlebnis war der Spatenstich und die Fertigstellung meiner eigenen WingTsun-Akademie. Der Bau begann im Spätsommer 2015 und ist seit Juli 2016 fertiggestellt. Das erste Training in seinen eigenen vier Wänden hat was! Damit stellte ich für mich die richtigen Weichen im WingTsun als Lehrer.

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Die Farbe des zu tragenden T-Shirts …!
Der 1. HG war für mich ein wunderschönes Erlebnis, das ich am 1995 in Livorno in der Toskana erleben durfte. Ich stand damals am Anfang der höheren Programme und meine Freude darüber, was ich in den nächsten Jahren erlernen durfte, war riesengroß.

Meine Ernennung zum Meister im WingTsun wird unvergesslich für mich bleiben, so wie die anschließende Meisterfeier mit meinen Schülern. Und wieder stehe ich am Anfang der höheren Meisterprogramme und die Freude darüber, was ich in den nächsten Jahren erlernen darf, ist riesengroß.
Fazit: Man bleibt sein ganzes Leben lang ein Schüler im WingTsun.