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WingTsun-Welt Online

Porträt Christoph Bürk

Sifu Christoph Bürk

5. Meistergrad


Schule(n) in: Kempten

Schulleiter seit: 2007

 

Motto:

Je länger du WingTsun erlebst – umso klarer wird dir, was du noch nicht erkannt hast.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Mit WingTsun habe ich nach vielen Jahren des Herumprobierens das System gefunden, das über ein einzigartig sinnvolles und vor allem didaktisches Lehrsystem verfügt.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Aus der Sicht des Unterrichtenden ist es immer wieder fantastisch zu erleben, wie WingTsun die Menschen strukturell in einer Art und Weise, wie sie es selbst nicht für möglich gehalten hätten, verbessert. Vor allem, wenn sie erkennen, dass es mehr gibt, als die durch fortschreitendes Alter begrenzte Steigerung rationaler körperlicher Fähigkeiten wie physische Stärke, Schnelligkeit in Verbindung mit mentaler Beratungsresistenz.
Aus der Sicht des Schülers betrachtet, fasziniert es mich besonders, dass es – je länger und intensiver ich mich im und mit WingTsun bewege – immer eine Verbesserung von dem gibt, was man gerade macht.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Das „WT-Erlebnis“ gibt es für mich nicht. Ich möchte es vielmehr als ein „WingTsun-Ereignis“ bezeichnen: der Effekt, der sich nach Wochen, Monaten, Jahren des für einen selbst scheinbar erfolglosen Trainings einstellt. Wenn man nach einem beliebigen Zeitraum feststellen muss, dass sich „plötzlich und nicht erklärbar“ doch etwas verändert hat: vielleicht eine Steigerung der Wahrnehmung, eine Änderung der Achtsamkeit oder des Timings – was auch immer.

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Natürlich war der 1. HG zum einen ein Abschluss, damals auch das Endziel meiner „Schüler-Laufbahn“, andererseits der erste Schritt in den Bereich der Höheren Grade und somit ein wichtiges Ereignis. Auch der Moment, als ich die Urkunde zum 5. MG von meinem SiFu gegen Ende des Teneriffa-Lehrgangs 2015 erhielt, war erleichternd, traumatisch und erfreulich zugleich.
Trotzdem – und das erklärt sich erst durch jahrelanges Praktizieren, sind es die Veränderungen durch ständiges Üben, Scheitern, wieder Üben und Forschen, die für einen selbst kaum wahrnehmbare Verbesserung bringen. Hinzukommt der Unterricht und die Anleitung durch meine Lehrer und Mentoren, auf die es schließlich ankommt. Genauso, wie Gürtel Hosen festhalten, ist unsere WingTsun-Uniform durchaus kleidsam und lässt uns fotogen erscheinen, geht es aber letzten Endes darum, sich ehrlich auszudrücken.
Dazu ein Zitat von Bruce Lee: „To me, ultimately, martial art means honestly expressing yourself. To express oneself honestly, not lying to oneself and to express myself honestly, that, my friend is very hard to do.“