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WingTsun-Welt Online

Porträt Björn Grimm

Sifu Björn Grimm

5. Meistergrad


Schule(n) in: Dieburg

Schulleiter seit: 1998

 

Motto:

WingTsun bedeutet für mich sinnvolles, intelligentes körperliches und geistliches Bewegen (beweglich bleiben) sowie ein zweites, stabiles berufliches Standbein (oder Hobby) bis hinaus ins hohe Alter ausführbar und anwendbar.

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Der erste Blick in eine WingTsun-Schule war eher zufällig, da sich mein vorheriges Judotraining durch Orts- und Zeitverlegung nicht mehr als attraktiv darstellte. Ich hatte bis dato von WingTsun absolut noch nie etwas gehört. Nach den ersten Unterrichtseinheiten stellte ich fest, das WingTsun genau meine Kragweite war und meldete mich sofort an. Mir wurde klar, dass ein Sport wie Judo durch die vielen Regeln und Verbote sowie Einteilungen in Gewichtsklassen eigentlich niemals eine wirklich effektive Selbstverteidigung sein konnte. Irgendwie wollte ich auch damals (1994) nicht mehr so viel barfuß auf Boden/Matte agieren.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Es gibt immer noch so viel zu entdecken und WingTsun entwickelt immer weiter. Es geht immer wieder noch ein bisschen genauer, schneller, besser, effektiver oder mit noch weniger Aufwand, sodass ich einfach nichts in der Entwicklung verpassen möchte. Es ist für mich genau die richtige Mischung einer Bewegungskunst fürs Köpfchen und für den Körper.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Die Ernennung zum WingTsun-Meister sowie die Sifu Ernennung waren wohl die bedeutendsten Erlebnisse bisher, weil ich natürlich nie zu Beginn meiner WT-Laufbahn ein solches Ergebnis erwartet und für möglich gehalten hätte.
Die 40-Jahr-Jubiläumsfeier der EWTO in Hockenheim hat mich auch sehr beeindruckt. Dort war ein wirklich deutliches Gemeinschaftsgefühl bzw. deutlicher Zusammenhalt der vielen, vielen Teilnehmer/innen und Mitglieder zu erspüren, wie ich es noch vor 20 Jahren in der EWTO nicht für möglich gehalten hätte. Möglicherweise hat unser Verband nun genau den Kreis von Menschen vereint, die bereit sind, zusammen und füreinander an einem Strang in die gleiche Richtung zu ziehen, um den Verband gemeinsam noch weiter nach vorn zur Marktführerschaft zu bringen oder diese weiter auszubauen.

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Als ich den 1. HG erhielt, war mir noch nicht so bewusst, was es alles noch zu tun und zu erlernen gab. Ich war noch jung und hielt mich wohl eher für einen Held und unbesiegbar nach dem großen Schritt zum 1.HG. Es fehlte mir irgendwie ein wenig die Gesamtübersicht.

Zum 5. MG sehe ich mich als (Junior)-Meister jetzt eher erneut als Anfänger, weil ich jetzt weiß, wie viel Zeit, Engagement und Arbeit ich wieder investieren muss/kann, um hier einen Schritt weiter zum nächsten Level zu kommen. Dabei muss natürlich alles bisher Erlernte (Sektionen, Abläufe, Anwendungen, Formen, Theorien usw.) präsent erhalten und abrufbar bleiben. Es bleibt auf jeden Fall spannend. Das Dran(kleben)bleiben habe ich ja zum Glück bis hier kennengelernt.