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WingTsun-Welt Online

Porträt André Sonntag

Sifu André Sonntag

5. Meistergrad


EWTO-Leadership-Team

Schule(n) in: Dänischenhagen, Altenholz, Schleswig, Kappeln

Schulleiter seit: 2003

 

Motto:

WingTsun ist für mich eine Lebenseinstellung – A Way of Life!

Warum hast du mit WingTsun angefangen?

Seit meinem 5. Lebensjahr begeisterte und faszinierte mich Kampfkunst. Ich trainierte einige Arten und mit etwa 12 Jahren stieß ich dann das erste Mal auf WingTsun. Das war 1988. Mein Bruder und ein paar Freunde bekamen Unterricht von einem Freund in dessen Kellerraum. Ich wurde dann von meinem Bruder mitgenommen und durfte unter den Großen –, sie waren 5 - 10 Jahre älter als ich – mitmachen. Es war super, doch damals wusste ich noch nicht genau, was dahintersteckt. Nach zwei bis drei Jahren Training löste sich diese Gruppe leider auf und ich widmete mich meiner Berufsausbildung, Kraftsport und anderer Kampfkunst, bis ich dann im September 2001 auf meinen SiFu Peter Thiejte bei den Piratentagen in Eckernförde traf, weil mein Bruder (schon wieder) mit meinem besten Freund mit WingTsun in Eckernförde angefangen hatte und ihn mir dort vorstellte. Ich war zur der Zeit gerade beim Kickboxen in Kiel. Als mein Bruder mich vorstellte und dies erzählte, lud SiFu mich doch gleich zum Einführungsgespräch für WT ein, da das ja viel besser und effektiver wäre. Ich nahm die Einladung an und war die Woche darauf gleich zum Einführungstermin und dem Probetraining zur Stelle. Und wieder zog mich WingTsun in seinem Bann. Ich war so fasziniert von dieser Kampfkunst mit dem Schwerpunkt der Selbstverteidigung, dass ich mich gleich nach ein paar Wochen Training zur Pauschalausbildung anmeldete. Von nun an trainierte ich fast jeden Tag WingTsun. Für mich ist WingTsun das klügste und moralisch beste Selbstverteidigungssystem, das es gibt. Ich hatte endlich das (wieder-)gefunden, was ich suchte bzw. brauchte.

Warum machst du immer noch WingTsun?

Weil ich süchtig danach bin. Weil WingTsun immer weitergeht und nie aufhört und weil wir unseren Großmeister Kernspecht haben, der WingTsun immer weitererforscht und uns immer wieder neu begeistert und mitreißt in die faszinierende Welt des WingTsun-Prinzips! Und weil ich es weitergeben kann und damit anderen Menschen helfen kann. WingTsun ist für mich kein Beruf, sondern eine Mission.

Welches war dein herausragendes WT-Erlebnis?

Es gab so viele herausragende Erlebnisse im WingTsun, die würdig wären, hier genannt zu werden. Das letzte Ereignis war sicherlich, 2016 auf der 40-Jahr-Jubiläumsfeier in Hockenheim zum Meister ernannt worden zu sein. Davor die Ernennung zum Sifu. Meine erster Vortrag als Leadership-Dozent vor ca. 200 Schulleitern. Das Beziehen der ersten eigenen Trainingsräume. Viele tolle Trainings und Ausführungen mit meinem SiFu Peter Thietje. An eine kann ich mich noch sehr gut erinnern. WingTsun auf Pflaumenblütenpfählen auf einer Bühne mit Feuerwerk und allem Drum und Dran. Ich hatte wohl erst den 7. oder 8. Schülergrad. Die erste Privatstunde bei GM Kernspecht  ist auch ein nie vergessenes Erlebnis. Mir tut jetzt noch alles weh, wenn ich daran denke. Die Prüfung zum 12. Schülergrad und dem 1. Lehrergrad, der erste Unterricht, den ich allein gab als Übungsleiter, war auch ein sehr tolles Erlebnis. Wow, was schon alles passiert ist. Ich freue mich auf die weitere Zukunft im WingTsun. Ich denke, es werden noch sehr, sehr viele herausragende Erlebnisse folgen!

Was änderte sich für dich, als du den 1. HG bzw. den 5. MG erhalten hattest?

Das eine war, ich brauchte ein neues Ziel, denn der 5. MG war mein damaliges Ziel und der 1. Lehrergrad „nur“ ein Zwischenziel und das andere war, dass ich mir damals beim 1.Lehrergrad dachte: „Wow, was man jetzt schon so drauf hat, ist echt geil. Wie muss das dann erst noch ein paar Höhere Grade weiter als Meister sein? Das muss ja der richtige Hammer sein! Ich muss es unbedingt herausfinden!“ Und nun weiß ich es und ich habe damals mit meinen Vorstellungen nicht übertrieben. Es ist einfach der Hammer!